Regierung hat ein Ausgabenproblem

ZAHLEN ZUM TAG. Auf die Verwaltung entfällt nur ein Bruchteil der Kosten, auf jene der Unfallversicherung überhaupt nur 0,2 Prozent.

Wer die Sozialausgaben reduzieren oder in ihrer Dynamik zumindest einbremsen möchte, wie es die Regierung vorgibt, der kann sich nicht mit der Verwaltung begnügen. Dort wird zwar etwas zu holen sein, summa summarum aber halt nur ein verschwindend kleiner Bruchteil.

Für die Berechnung der Sozialausgabenquote 2017 setzte Statistik Austria Gesamtausgaben in Höhe von 109,14 Milliarden Euro ein. Darin enthalten sind zusammengefasst auch „Verwaltung und sonstiges“; wobei mit „sonstiges“ Aufwendungen gemeint sind, die nicht Pensionen, Gesundheit oder etwas anderem zugeordnet werden können.

Wie auch immer: Der Betrag, der dazu ausgewiesen wird, beläuft sich auf 2,83 Milliarden Euro. Die größten Verwaltungsausgaben gibt es in der Krankenversicherung mit einer Milliarde Euro, gefolgt von jenen in der Pensionsversicherung mit 874 und jenen in der Arbeitslosenversicherung mit 299 Millionen Euro.

Pikant: Die Verwaltung der Unfallversicherung, auf die sich die politische Auseinandersetzung versteift, kostet 224 Millionen Euro. Auch das ist nicht nichts – aber halt nur 0,2 Prozent der gesamten Sozialausgaben.

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