In Nobelbezirken lebt sich’s viel länger

ZAHLEN ZUM TAG. In Wien-Döbling war das durchschnittliche Sterbealter 2016 um acht Jahre höher als in der benachbarten Brigittenau.

Der Heiligenstädter Brücke über den Wiener Donaukanal ist keine 100 Meter lang und verbindet zwei sehr unterschiedliche Welten: den Nobelbezirk Döbling im Nordwesten und den Arbeitsbezirk Brigittenau im Südosten. Auf der einen Seite betrug das durchschnittliche Sterbealter 2016 82 Jahre, auf der anderen lediglich 74, ganze acht Jahre weniger also. Das ist der Statistik der Stadt Wien zu entnehmen. 

Das Phänomen ist so bekannt wie es alt ist: Der Sozialstatus hat Einfluss auf die Gesundheit und damit auch die Lebenserwartung. Auch die Unterschiede zwischen Döbling und der Brigittenau sind nicht neu; einmal fallen sie kleiner, einmal größer aus. 2015 handelte es sich um fünf, 2016 um die erwähnten acht Jahre. Die damaligen Werte beruhen im Übrigen auf immerhin 879 Sterbefällen in Döbling und 740 in der Brigittenau.

Wienweit handelt es sich um die beiden Extreme. An Döbling heran kommen nur Hietzing (81) und Währing (81). Mit 75 knapp über der Brigittenau liegen Margareten, Favoriten, Simmering, Rudolfsheim-Fünhaus, Ottakring und die Donaustadt.

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Artikel Schlagwörter : Gesellschaft, Lebenserwartung
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