Mehr Geld für Inserate als für Afrika

ZAHLEN ZUM TAG. Zuletzt betrug die bilaterale Entwicklungshilfe für Länder auf dem gesamten Kontinent nur etwas mehr als 30 Millionen Euro.

Österreich ist nicht gerade bekannt dafür, viel Geld für bilaterale Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen. Aktuell werden die Mittel, für die Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) die Ressortverantwortung trägt, auf sein Betrieben hin aber immerhin erhöht; angekündigt ist eine Verdoppelung in wenigen Jahren. Vorliegende „Abrechnungen“ für die Vergangenheit enthalten ernüchternde Zahlen: Nach Afrika floss demnach in einem Jahr weniger Geld, als staatliche Einrichtungen hierzulande in einem Quartal für Inserate ausgeben. 

Laut dem Geschäftsbericht der Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (ADA) sanken die Mittel, die Österreich zur Verfügung stellte, von 2013 bis 2015 von 84,71 auf 74,19 Millionen Euro. Auf Afrika entfiel gut die Hälfte davon: Zunächst 42,31 und dann 31,53 Millionen Euro.

Pikant: Wie „Der Standard“ vor einigen Tagen berichtete, ist das weniger, als staatliche Einrichtungen im ersten Quartal dieses Jahres für Inserate ausgewendet haben; das nämlich waren 34,6 Millionen Euro.

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Artikel Schlagwörter : Entwicklungshilfe
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Den Familien Dichand und Fellner muss man Vorort helfen. Sonst kommen die von ihren Villen in Döbling noch in die Innenstadt und lungern mit Ihren "Zeitungen" auf U-Bahnhöfen rum.

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