Kurz‘ größte Herausforderung

BERICHT. Der Kanzler hat sich vorgenommen, die Arbeitslosigkeit zu senken. In den nächsten Jahren wird sie jedoch eher wieder zunehmen.

Aus dem Sommer kommend hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigt, die Zahl der Arbeitslosen um 100.000 senken zu wollen. Zumal er von einem Ausgangswert von 400.000 im Jahresdurchschnitt 2017 ausging, sie im heurigen August bereits 344.000 betrug und ein weiterer Rückgang zu erwarten ist, könnte Kurz dieses Ziel sogar erreichen. Wobei man jetzt lange über die Einflussmöglichkeiten nationaler Politik streiten könnte; sie sind selbstverständlich vorhanden, letzten Endes entscheidend bleibt aber noch immer die grenzüberschreitende Wirtschaftslage.

Wie auch immer: Auf 300.000 Arbeitslose droht Österreich allenfalls nur vorübergehend zu gelangen. Längerfristig verdüstert sich der Konjunkturhimmel wieder. Laut WIFO dürfte das Wirtschaftswachstum von heuer drei Prozent auf 1,6 Prozent im voraussichtlichen Wahljahr 2022 und dann weiter auf eineinhalb Prozent im Jahr darauf zurückgehen. Das ist zu wenig. Derselben Prognose zufolge wird die Arbeitslosenquote unter diesen Umständen ab 2020 wieder steigen und bis 2023 annähernd auf das Niveau des Jahres 2018 (7,7 Prozent) zurückkehren.

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