Krankenstand: Häufiger, aber weniger lang

ZAHLEN ZUM TAG. Die Statistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger macht gegenläufige Entwicklung deutlich.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich zahlreiche Österreicher unberechtigt krank melden. Also soll die Missbrauchsbekämpfung verstärkt werden. Die Notwendigkeit lässt sich hier nicht untermauern. Die Statistik, die der Hauptverband der Sozialversicherungsträger führt, bringt eine erfreuliche und eine weniger erfreuliche Entwicklung zum Ausdruck. Erstens: Die durchschnittliche Krankenstandsdauer ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Zweitens: Die Zahl der Krankenstandsfälle pro Arbeitnehmer ist jedoch ebenso stark gestiegen.

Konkret: 2007 belief sich die durchschnittliche Krankenstandsdauer auf 11,2 Tage. 2016 waren es nur 9,8 – um zwölf Prozent weniger also. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Krankenstandsfälle aber von 1,12 auf 1,28 pro Arbeitnehmer gestiegen – um 14 Prozent also. Ergebnis: Die Dauer pro Kopf ist mit zwölfeinhalb Tagen praktisch unverändert geblieben.

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