Hartinger-Klein hätte sich nicht fürchten müssen

ZAHLEN ZUM TAG. Statistik-Austria-Fragen zur Arbeitszeit sind harmlos. 2015 äußerten sich neun von Zehn zufrieden.

Das Sozialministerium hat Statistik Austria untersagt, im Rahmen einer Mikrozensus-Erhebung Fragen zur Arbeitszeit zu stellen. Aus Angst vor den Antworten in Folge des 12-Stunden-Tages? Das kann lediglich unterstellt werden. Faktum ist, dass allfällige Bedenken von Ressortchefin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) ziemlich sicher unbegründet wären. Die Zufriedenheit ist in der Regel sehr groß. Laut „Der Standard“ wurden unter anderem diese Fragen gestrichen: "Passt Ihre Arbeitszeitgestaltung im Allgemeinen sehr gut, ziemlich gut, weniger gut oder gar nicht gut zu Ihren persönlichen Lebensumständen?“ Und: „Besteht in Ihrem Arbeitsvertrag eine Vereinbarung, dass Überstunden pauschal abgegolten werden, wie z. B. ein All-in-Vertrag oder eine Überstundenpauschale?“

2015 hat Statistik Austria diese Fragen schon einmal gestellt. Ergebnis: Für die meisten Erwerbstätigten passt die Arbeitszeitgestaltung zu den persönlichen Lebensumständen. 56,4 Prozent antworteten mir „sehr gut“, 35,9 Prozent mit „ziemlich gut“. Das sind in Summe ganze 92,3 Prozent. Auf der anderen Seite passt für nur sechs Prozent die Arbeitszeitgestaltung „weniger gut“ und für lediglich 1,6 Prozent „gar nicht gut“ zu den Lebensumständen.

Die Frage nach den Überstunden wurde 2015 gestellt, um die erwähnten Ergebnisse aufschlüsseln zu können. Bei Personen mit einer Überstunden-Sonderregelung finden 50,4 Prozent – also weniger – die Arbeitszeitgestaltung „sehr gut“, aber immerhin 39,9 Prozent „ziemlich gut“. Das sind in Summe 90,3 Prozent.

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Artikel Schlagwörter : Hartinger, Arbeitszeit
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