Höher ausgebildete Migranten

BERICHT. Personen mit Migrationshintergrund verfügen eher über einen tertiären Bildungsabschluss als Personen ohne einen solchen.

Wie sehr man in der Migrationsdebatte differenzieren sollte, zeigt zum Beispiel dieses Faktum: Personen mit Migrationshintergrund verfügen nicht nur viel eher über maximal einen Pflichtschul-, sondern auch eher über einen tertiären Bildungsabschluss als Personen ohne einen solchen. Das ist dem Band „Migration und Integration 2018“ zu entnehmen, den die Statistik Austria herausgegeben hat.

Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2017 und die Gruppe der 25- bis 65-Jährigen. Gerade einmal zehn Prozent der Wohnbevölkerung ohne Migrationshintergrund ist nicht über eine Pflichtschulabschluss hinausgekommen Bei der gleichaltrigen Gruppe mit Migrationshintergrund handelt es sich mit 26 Prozent um zweieinhalb Mal mehr. Auf der anderen Seite haben bei ihr aber 21,9 Prozent einen Uni-, FH-, oder Akademie-Abschluss. Bei Österreichern ohne Migrationshintergrund handelt es sich nur um 17,7 Prozent.

Maßgeblich ist die Herkunft: Aus alten EU- sowie EWR-Staaten kommend, beträgt der Anteil der Männer und Frauen mit einem tertiären Abschluss ganze 41,8 Prozent. Aus einem jungen EU-Staat kommend (= Beitritt ab 2007) sind es 19,3 Prozent. Im Falle der Türkei, mit der es in der Vergangenheit nahezu ausschließlich klassische Arbeiter-Migration gab, sind es nur 3,6 Prozent.

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Artikel Schlagwörter : Migration, Integration, Bildung
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