Der ORF lebt nicht von Gebühren allein

BERICHT. Werbung aus dem öffentlichen Sektor brachte allein im vierten Quartal 2018 siebeneinhalb Millionen Euro. Allerdings: Kaum Ministerien darunter.

Wenn Regierungsstellen Werbung machen, dann eher nur in Printmedien und hier wiederum vorzugsweise in kleinformatigen Boulevarblättern. Um den ORF machen sie eher einen großen Bogen. Das lässt sich aus den Daten ableiten, die in der Medientransparenzdatenbank erfasst sind.

Doch eines nach dem anderen: Aus dem öffentlichen Sektor flossen im vierten Quartal 2018 alles in allem 7,4 Millionen Euro für Werbung. Das ist der Transparenzdatenbank zu entnehmen. Allerdings ziemlich umständlich: Der ORF ist dort nämlich nicht als ORF ausgewiesen, sondern als ORF 2, ORF eines, Hitradio Ö3, Radio Oberösterreich und so weiter und sofort.

Fast die Hälfte des Gesamtvolumens entfiel mit knapp drei Millionen Euro auf den Fernsehsender ORF 2. Hier wiederum war die „Münze Österreich“ mit 285.000 Euro am stärksten vertreten. Für ORF eines wird ein Werbevolumen von eineinhalb Millionen Euro ausgewiesen und für Ö3 ein solches von 1,2 Millionen. Größere Beträge verzeichneten noch ORF.AT (462.000 Euro) sowie die Radios Oberösterreich (252.000 Euro) und Tirol (209.000 Euro).

Im Unterschied zu den Zeitungen macht der ORF ganz offensichtlich keine größeren Werbegeschäfte mit der Bundesregierung. In der Liste der Auftraggeber für ORF 2 und Ö3 findet sich jeweils nur ein und dasselbe Ministerium (das Wirtschaftsministerium mit 26.000 Euro im ersten und 73.000 Euro im zweiten Fall). In der ORF eins-Liste ist gar kein Ministerium enthalten.

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Artikel Schlagwörter : ORF, Medien, Presse, Inserate
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