Bundeszuschuss: 4300 Euro pro Pension

ZAHLEN ZUM TAG. Insgesamt sind im vergangenen Jahr zehn Milliarden Euro an Steuermitteln notwendig gewesen.

Die Versicherungsbeiträge reichen zur Finanzierung der Pensionen nicht aus, allein im vergangenen Jahr mussten zehn Milliarden Euro an Steuergeldern in die gesetzliche Pensionsversicherung überwiesen werden – neun Milliarden Euro unter dem Titel „Bundesbeiträge“ zur Schließung der Lücke und eine weitere Milliarde für die Ausgleichszulagen. Summa summarum handelte es sich im Schnitt um 4313 Euro pro Pension.

Wobei die Unterschiede nach Versicherungen groß sind: Von den zehn Milliarden Euro flossen sechs an die Pensionsversicherungsanstalt für Arbeiter und Angestellte (PVA), 1,8 an die Sozialversicherungsanstalt für Selbstständige (SVA), 1,7 an jene für Bauern (SVB) und keine halbe Milliarde an Eisenbahner und Bergleute.

Insgesamt zahlten diese Versicherungen 2,3 Millionen Pensionen aus, wobei es, je nach Karriereverlauf, bei einzelnen Personen auch mehrere sein konnten. Im Schnitt betrug der Bundeszuschuss pro Pension und Anstalt in der PVA im vergangenen Jahr laut der Unterlagen zum aktuellen Budgetvoranschlag 3141 Euro – und bei den übrigen Versicherungen um die 10.000 Euro.

Artikel Schlagwörter : Pensionen, Budget
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Kommentare

Ich vermute, in diesen "Kopfquoten" sind die nachfolgenden Faktoren nicht berücksichtigt, sodass sich ein verzerrtes Bild ergibt. Mit diesen würden sich bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise ungefähr folgende Kopfquoten für öffentliche Mittel ergeben: PVA 5.600 €; GSVG 4.200; BSVG 9.000 €:
1. Die Partnerleistung im GSVG und BSVG z.B. aus der Abgabe für land- und forstwirtschaftliche Betriebe ist wirtschaftlich betrachtet nur eine Sonderform von Beiträgen, d.h. eigentlich kein Steuerzuschuss. Dies macht im GSVG 2015 rd 387 Mio € aus, im BSVG rd 159 Mio €. Das reduziert die Kopfquote im GSVG um rund 2.000 €, im BSVG um rd. 900 €.
2. Die Effekte der Wanderversicherung bleiben in der Grafik außen vor, wenn z.B. ASVG-Zeiten bei einer GSVG-Pension angerechnet werden, die Beiträge aber bei der anderen Versicherung landen. Das begünstigt saldiert die PVA zu lasten der SVA-GewWtsch um rd. 800 Mio. (jüngste Zahlen für 2008!) und würde wirtschaftlich betrachtet die GSVG-Kopfquote um weitere rd 4000 € senken.
3. Die PVA erhält aus öffentlichen Haushalten von AMS u FLAF, also außerhalb des Bundesbudgets rd 2,2 Mrd € für Teilversicherungszeiten.
2.+3. zusammen erhöhen die PVA-Kopfquote betr. Mittel aus öffentlichen Haushalten um rund 1.500 €
4. In den Kopfquoten für VAEB/Eisenbahn sind die budgetwirksamen Ausgaben für Pensionen nach dem alten ÖBB-Pensionsrecht in Höhe von rund 2 Mrd € pro Jahr für rd 65.000 ÖBB-Pensionen NICHT enthalten.

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