Warum Frauen gleichbleibend weniger verdienen

ZAHLEN ZUM TAG. Beim Medianeinkommen hat sich die Schere in den vergangenen 20 Jahren nicht verändert.

Die Entwicklung der Medianeinkommen ist ernüchternd: Seit 1997 bzw. dem ersten Frauen-Volksbegehren hat sich die Geschlechterschere nicht verändert. Lag es bei den Frauen damals um 38,3 Prozent unter dem der Männer, so waren es 2015, dem letzten Jahr, für das Zahlen zur Verfügung stehen, laut Statistik Austria 38,4 Prozent. Zwischendurch waren es sogar bis zu 40,9 Prozent (2008). "Medianeinkommen" bedeutet, dass die eine Hälfte der Personen mehr und die andere Hälfte weniger verdient.

Hinter diesen Zahlen stehen allerdings erhebliche Veränderungen: Während die Zahl der erwerbstätigen Männer in all den Jahren nur von 2,1 auf 2,2 Millionen gestiegen ist, hat die der Frauen von eineinhalb auf zwei Millionen zugenommen; hält die Entwicklung an, kommt es also bald zu einem Gleichstand.

Kleiner wird die Einkommensschere zumindest, wenn man sich allein auf Vollzeitbeschäftigte beschränkt.

Kleiner wird die Einkommensschere zumindest, wenn man sich allein auf Vollzeitbeschäftigte beschränkt: In diesem Fall ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen (beim Median) von 2005 bis 2015 von 22 auf 17,3 Prozent gesunken.

Dass er insgesamt gleichgeblieben ist, ist unter anderem darauf zurückführen: Die Mehrheit der Frauen, die zusätzlich auf den Arbeitsmarkt kommen, tun dies Teilzeit; damit verdienen sie schon von da her weniger. Oft würden sie gerne mehr arbeiten, können aber nicht. Doch das ist eine eigene Geschichte. Fortsetzung folgt hier.

>> dieSubstanz.at zur österreichischen Politik. Täglich >> Zum Newsletter

Artikel Schlagwörter : Gesellschaft, Einkommen, Einkommensschere
Ähnliche Artikel

Neuen Kommentar schreiben