Budget: Bei den Pensionen blieb viel Geld „übrig“

ZAHLEN ZUM TAG. Auszahlungen an den Pensionsversicherungen 2017 weit unter den Erwartungen.

Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) findet eine ziemlich gute Budgetlage vor. Da und dort sind die Entwicklungen viel günstiger als ursprünglich erwartet. Oder befürchtet. Wie man will. Beispiel: Für die Pensionsversicherung musste 2017 ein Milliardenbetrag weniger aufgewendet werden.

Darauf lässt der Budgetvollzug bis einschließlich November schließen: Die Überweisungen an die Pensionsversicherung blieben mit 8,81 Milliarden Euro um knapp 700 Millionen Euro niedriger aus als im Vergleichszeitraum 2016 (9,51 Milliarden Euro). Für den Dezember liegen noch keine Zahlen vor. Bemerkenswert ist jedoch, dass fürs Gesamtjahr ursprünglich kein Rückgang, sondern eine Zunahme erwartet worden war. Von 9,92 Milliarden Euro auf 10,68 Milliarden Euro nämlich. Selbst wenn die Aufwendungen im Dezember also überdurchschnittlich waren, blieben sie letzten Endes um gut und gerne eine Milliarde darunter.

Im Zwischenbericht zum Budgetvollzug bis November wird die günstige Entwicklung begründet: Zurückzuführen ist sie demnach „hauptsächlich“ auf die „verbesserte konjunkturellen Entwicklung“. Dadurch sei „das Beitragsaufkommen in der Pensionsversicherung gestiegen“ – wodurch eben auch weniger Zuschuss aus dem Budget notwendig geworden ist.

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Artikel Schlagwörter : Budget, Budgetvollzug, Pensionen
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